Predigtzusammenfassung zu Daniel 1.
Wir Menschen streben danach, etwas zu bedeuten auf dieser Welt. Wir sehen auf zu all den Menschen, die etwas ganz Besonderes erreicht haben in ihrem Leben und von denen man noch nach Jahrzehnten, Jahrhunderten, ja sogar nach Jahrtausenden spricht. Das Beste, das wir uns selbst wünschen können, ist ebenfalls einen so bedeutenden Platz in der Geschichte zu finden. Was würden Sie für einen solchen Platz geben? Scheinbar ist der Preis hoch. Wenn viele Menschen danach streben, etwas für die Menschen zu bedeuten, wird der Platz kleiner und die Möglichkeiten geringer. Also gibt es einen Wettbewerb, in dem alles erlaubt zu sein scheint. Wie so oft, gewinnt Kraft und Gewalt. Wer bereit ist alles dranzusetzen, jede Tücke und Schliche einzugehen, um den Gegner aus dem Rennen zu werfen, hat bessere Chancen.
Lebenssituation
Im Buch Daniel lesen wir von einem jungen Mann, der in die Gesichte einging. Auch er lebte in einer Zeit des grossen Kampfes. Der grosse Nebukadnezar hatte die Heimatstadt Daniels eingenommen und das die Bevölkerung Judas unterworfen. Er festigte seinen Sieg, indem er, vor den Augen des besiegten Jerusalems, einen Teil des Tempelschatzes mit in seinen Tempel in Babylon mitnahm. Diese Geste sollte den Besiegten zeigen, dass sein Gott stärker ist als ihr Gott und dass es keinen Zweck hat, ihm dem grossen Feldherr Widerstand zu leisten. Weiter nahm er die künftige Elite des Landes mit sich. Sie wären es, die einmal einen Aufstand gegen ihn anführen könnten. Auf jene jungen Männer würden die Leute von Jerusalem vielleicht einmal hören. Also müssen sie weg. Nebukadnezar war so schlau, dass er sie nicht einfach tötete, sondern sie mit sich an seinen Hof nahm – er wollte keine Märtyerer. Dort, am königlichen Hof, fand dann ein einzigartiges Umschulungsprogramm statt. Die jungen Männer wurden unterwiesen in den Wissenschaften der Babylonier. Sie erhielten die Ehre von den Speisen des Königs zu essen und lernten, wer der grosse Vater des Landes war. Ausserdem wurden ihre Namen geändert. Alle Erinnerung an ihre Geschichte und an den Gott ihrer Väter, der in ihren Namen genannt wurde, sollte in Vergessenheit geraten. Was nun zählt ist nur noch Babylon und der grosse Herrscher dieses mächtigen Landes. Die Zeit Daniels war nicht so verschieden mit unserer Zeit. Wir leben ebenfalls mitten in einem grossen Gerangel um Macht und Vorherrschaft. Und an vielen Enden und Ecken scheint das Böse die Oberhand zu haben. Gewalt diktiert die Spielregeln. So sind auch wir mitten in einem grossen Umschulungsprogramm, in dem wir lernen sollen, dass alle Weisheit bei den Mensch liegt und es Menschen sind, die uns das Leben ermöglichen. Die Erinnerungen an den Gott der Bibel werden immer geringer. Es gehört mit zur Tücke des Bösen uns vorzumachen, dass die alten Geschichten der Bibel von längst vergangenen Zeiten berichten, die heute nicht mehr relevant sind. Den Rest des Beitrags lesen »
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